Thema der Woche
Software

Vom Brandzeichen zur Marke

Der englische Begriff „Brand“ hat seinen Ursprung im Wilden Westen, als Farmer ihre Kühe mit Brandzeichen markiert haben. Es gab Farmer, die sich besser um ihre Kühe kümmerten als andere. Entsprechend waren deren Tiere gesünder, robuster und somit auch der bessere Kauf. Durch das Brandzeichen wusste man, von welchem Farmer eine Kuh stammt und konnte sicher sein, eine gute Kuh zu kaufen.

Eine Marke gibt Wahlsicherheit

Coca-Cola schmeckt in Disentis, Dallas und Delhi gleich
Nicht anders verhält es sich heute mit der Marke. Sie ist die Kennzeichnung einer Unternehmung, eines Produktes oder einer Dienstleistung und verleiht dem Käufer Wahlsicherheit. Coca-Cola schmeckt auf der ganzen Welt gleich. Die Qualität ist gleich. Das Erscheinungsbild vermittelt auch im entlegensten Eck der Welt ein vertrautes Gefühl. Beim genannten Süssgetränk schwingen zusätzlich auch noch Emotionen mit. Die Marke wird messbar mit Erfrischung, Freizeit und einem positiven Lebensgefühl verbunden. Es geht um mehr als das reine Durstlöschen.

Was macht mich einzigartig?

Um eine Marke aufzubauen und zu etablieren braucht es zunächst eine klare Positionierung. Eine der grössten Schwierigkeiten beim Aufbau ist der Umstand, dass man in der Regel viel zu viel erzählen möchte. Daher stellt sich zunächst die Frage, mit welchem Alleinstellungsmerkmal man sich gegenüber seinen Mitbewerbern etablieren kann. Wenn man Glück hat und sich in einer Nische befindet, kann man sich über einen einzigartigen Verkaufsvorteil, die sogenannte «Unique Selling Proposition» (USP) von den Mitbewerbern abgrenzen. Leider ist es jedoch nur in seltenen Fällen möglich, einen USP über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Erfolgreiche Produkte werden sehr rasch kopiert und dadurch austauschbar. In diesen Fällen ist eine Abgrenzung gegenüber der Konkurrenz über eine ein einzigartiges Verkaufsversprechen zu profilieren. Wichtig in beiden Fällen ist, dass der gewählte Positionierungsansatz mit hoher Kontinuität im Markt eingesetzt wird.

Freude am Fahren in allen Bereichen
Alle Mitarbeitenden in einer Unternehmung müssen die Positionierung kennen, verstehen und in ihrer Tätigkeit bewusst berücksichtigen. Am Beispiel BMW lässt sich das veranschaulichen. Der Claim «Freude am Fahren» muss sich in allen Bereichen der Marke widerspiegeln. Das beginnt beim Ingenieur, der führ mehr Fahrfreude ein strafferes Fahrwerk entwickelt, geht weiter über den Designer, der das Chassis sportlich entwirft, den Motorenbauer, der dafür sorgt, dass BMW-Motoren leistungsfähig entwickelt werden. Die «Freude am Fahren» muss für die Kunden in allen Bereichen spürbar sein.

Die Strategie kommt vor dem Farbtopf
Idealerweise überlegt man sich zuerst, wofür die Marke stehen soll und welche Versprechungen dahinterstecken sollen. Daraus lässt sich eine Basis für Marke, Erscheinungsbild und Auftreten schaffen, welche die Kernwerte der Marke über längere Zeit mittragen. In der Praxis kommt es jedoch oft vor, dass gerade Startups ein gutes Produkt entwickelt haben, sich aufgrund von mangelnder Zeit und Budgets auf eine Marke festlegen und aufgrund des persönlichen Geschmacks ein Logo gestalten lassen. In vielen Fällen transportiert die Marke dann leider nach einiger Zeit nicht mehr diejenigen Werte, welche das Unternehmen im Markt etablieren würde.

Finden Sie Ihren Platz auf dem Markt
Ein Brand ist heute mehr als sein namensgebender Ursprung im Wilden Westen. Eine Marke will wohlüberlegt geschaffen und in allen Aspekten des unternehmerischen Denkens und Handelns widerspiegelt werden. Die Erschaffung einer Marke braucht viel strategische und konzeptionelle Vorarbeit. Wir unterstützen Sie gerne dabei und helfen Ihnen, Ihren Platz auf dem Markt zu finden und mit Ihrem Markenversprechen erfolgreich zu besetzen. Rufen Sie uns an.

Ähnliche Beiträge