Thema der Woche
Identity

Datenschutz-Challenge 2018

Seit 1995 hat sich der Umgang mit unseren persönlichen Daten massiv verändert. Schon nur die reine Masse an Daten, die über uns erhoben wird, hat sich vervielfacht. Welchen Rotwein ich mir vor drei Jahren online gekauft habe, welche Konzerttickets ich mir im Internet besorgt habe und welche Filme ich mir per Video on demand angeschaut habe.
Unzählige Handlungen erzeugen eine enorme Masse an Daten. Was aber passiert mit den Daten? Wer sammelt Daten über mich? Und was für Daten sind das? Fragen, auf die sich auch die EU Antworten wünscht. Daher hat sie die Datenschutzverordnung von 1995 überarbeitet und die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) geschaffen. Sie wurde am 24. Mai 2016 eingeführt. Am 25. Mai 2018 läuft die Übergangsfrist ab und die Verordnung ist anzuwenden.

Auf Wunsch müssen die Daten gelöscht werden

Wem gehören die Daten?
Mit der neuen Verordnung wird der Schutz persönlicher Daten gestärkt. Sie hält fest, ob und wie Daten erhoben, gespeichert und verwendet werden dürfen. Zudem muss der Datensammler jederzeit Auskunft darüber geben können, welche Daten er über wen gesammelt hat. Auf Wunsch müssen die Daten gelöscht werden können. Werden die Daten gestohlen, muss aktiv informiert werden.
Was hat das jetzt mit der Schweiz zu tun?
Warum hat ein EU-Regelwerk direkten Einfluss auf die Schweiz? Nun, es ist relativ einfach: Jede Schweizer Firma die mit Kunden aus der EU interagiert oder Daten über diese erhebt, muss das EU-Datenschutzgesetz beachten. Das gilt auch für Firmen, die Niederlassungen oder Zweigstellen in der EU haben, die Daten erheben und diese mit dem Hauptsitz austauschen.

Haben Sie eine Excel-Liste mit all Ihren Kundenadressen?

Wo werden Daten erhoben?
Man muss nicht zwingend einen Online-Shop betreiben, um von der Richtlinie tangiert zu werden. Erfassen Sie Ihre Aufträge oder Materialbestellung mit einem Computer? Haben Sie eine Excel-Liste mit all Ihren Kundenadressen? Dann erfassen Sie Daten. Wenn Sie nun mit einem Kunden oder Lieferanten aus einem EU-Land zusammenarbeiten fallen auch Sie in den Geltungsbereich der neuen Verordnung.

Bussen bis zu 20 Mio. Euro

Was, wenn ich mich nicht an die Verordnung halte?
Wer die von ihm erfassten Daten nicht richtig schützt oder sich nicht an die Spielregeln hält, kann mit bis zu 20 Mio. Euro oder vier Prozent des Jahresumsatzes gebüsst werden.
Und jetzt?
Seien Sie sich bewusst, dass bezüglich Datenschutz ab Mai 2018 massive Veränderungen anstehen. Analysieren Sie, wo sie überall Kundendaten speichern und besprechen Sie die Problematik mit Ihrem Rechtsberater. Bei der Analyse der Datenspeicherung können wir Ihnen gerne beratend zur Seite stehen. Zu weiteren Informationen und dem Anmeldeformular.

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